
Bild: Apple
War das schön, als man als passionierter Apple-Basher noch das Killerargument in die Runde werfen konnte “Apple ist völlig überteuert … um das Geld für den MacBook krieg ich ein Octo core Notebook mit 8 GB RAM und 500 GB Festplatte und dann noch blablabla …”
Vorbei, die gute Zeit. Nachdem die Konkurrenz es seit über einem Jahr nicht schafft, das iPad mit einem Tablet in gleicher oder zumindest ähnlicher Hardware-Qualität preislich zu unterbieten, macht Apple dem Mitbewerb nun auch in der sogenannten Ultrabook-Sparte zu schaffen.
Ultrabook ist eine vom Chip-Hersteller Intel geprägte Definition für kompakte und extrem dünne Laptops in denen akkuschonende Prozessoren ihre Arbeit verrichten. Intels letztes Jahr veröffentlichte Spezifikationen sehen ein ultraflaches Design vor, mit wärmeableitendem Metallgehäuse, Flash-Speicher und einer fix verbauten Batterie, die vom User nicht selbst ausgetauscht werden kann.
Bei Apple heißt so etwas MacBook Air und beginnt bei einem Einstiegspreis von 949 Euro. Und eben dieser Preis stellt sich für die Konkurrenz als harte Nuss dar, glaubt man einem Bericht der Branchenseite DigiTimes.com. Denn die Hardware-Spezifikationen und die Chip-Architektur eines Ultrabook erfordern Produktionsabläufe, die sich von der bisherigen günstigeren Notebook-Produktion unterscheiden.
Apple, das das erste MacBook Air vor drei Jahren auf den Markt brachte, hat gegenüber den anderen Herstellern nicht nur einen Vorsprung in der Technologie, sondern kauft auch wichtige Komponenten – wie den im MacBook Air eingebauten SSD-Speicher – dank millionenfacher Massenbestellungen günstiger ein. Diese Kombination ermöglicht es Apple, die Konkurrenz preislich in Schach zu halten.
Aus Zuliefererquellen heißt es, dass die Apple-Konkurrenz es nicht schaffen werde, das MacBook Air preislich zu unterbieten, solange Intel die Prozessorpreise für Ultrabooks nicht senkt. Die CPU mache allein rund ein Drittel der Herstellungskosten für die flachen Laptops aus.