Die Anderen Archiv

0

“Currents”: Jedem Google-User die eigene Zeitung

Currents

Bild: applezeit.com

Mit dem nun vorgestellten “Currents” versucht Google den vor allem auf dem iPad florierenden Markt für digitale Magazine aufzumischen. Aber nicht nur den Apple-eigenen “Newsstand” hat Google im Visier, sondern vor allem auch “Reader Apps” wie Pulse, Flud und natürlich Flipboard soll das Wasser (=User) abgegraben werden. Denn auch hier geht es letztlich um Googles Kerngeschäft – dem Platzieren von Werbebannern.

Google bietet Currents sowohl für Android als auch für Apples iOS-Geräte (derzeit allerdings nur im US App Store!) an. Die Currents-App funkioniert also am iPad, iPhone, iPod touch sowie diversen Android-Handsets und Amazons Kindle Fire.

Was kann Current?

Wenn man kein Google-Konto hat, ist der erste Schritt nach dem Download etwas lästig – denn verlangt werden eine Google-E-Mail-Adresse sowie Passwort, um überhaupt in die App reinzukommen. Danach ist alles easy cheesy. Man bekommt eine kurze Führung – was die App alles kann und wie man sie benutzt (war für mich sehr hilfreich, denn ich habe mich überhaupt nicht ausgekannt).

Danach geht’s los. Automatisch werden einige Gratis-Abos für E-Magazine wie 500px, Forbes, und The Daily Best angeboten. Dazu kann man derzeit aus etwa 150 kostenpflichtigen Magazin-Abos wählen – mit einem einfachen Klick auf das “Add More” Symbol ist man dabei.

Wir basteln unsere eigene Zeitung

Die grundlegende Prämisse der App ist aber eine „One-Stop-Methode“. Aus verschiedensten Online-Quellen bzw. Websites kann man aus unterschiedlichen Artikeln eine eigene “Zeitschrift” zusammenstellen. Mit einem einfachen Tippen lässt sich das E-Magazin um Themenfelder und Interessensgebiete erweitern. Der Content ist vielfältig – man kann aus unzähligen Artikeln, Bildern und Clips auswählen.

Ein tolles Feature ist auch “Trending”. Hier kann man alle “Top”-Geschichten in den verschiedensten Kategorien anschauen, ohne vorher nach einen bestimmten Thema filtern zu müssen.

Auch das Social Networking kommt bei Currents naürlich nicht zu kurz. Inhalte lassen sich auf Twitter, Google+ und Facebook posten. Derzeit sind jedoch kein Links inkludiert, was sich hoffentlich bald ändert.

Mein Fazit: Currents ist vielleicht nicht für Smartphones ideal, auf alle Fälle aber für das iPad (und dem Rest der Tablets).

0

Apple: Neues Galaxy Tab sieht wieder wie ein iPad aus

Galaxy Tab

Bild: applezeit.com

Wir machen den Rahmen etwas breiter, dann ist das Galaxy Tab auch keine iPad-Kopie mehr, dachte man sich bei Samsung. Apple sieht das anders und hat die nächste Klage eingereicht.

Der seit Monaten andauernde Streit zwischen Apple und Samsung wegen angeblicher Designkopien und Patentverletzungen geht in die nächste Runde.

Samsung hatte vor kurzem an seinem Tabletrechner Galaxy Tab 10.1 eine kleine Designänderung vorgenommen. Damit will das Unternehmen eine von Apple erwirkte Verkaufssperre für das Galaxy Tab in Deutschland (und Australien) umgehen.

Apple hatte sich ja das Design des iPad schützen lassen und geht gegen die Samsung-Kopie wo immer möglich gerichtlich vor.

Der einzige Unterschied zwischen dem neuen Galaxy Tab 10.1n und dem ursprünglichen Modell ist ein etwas breiterer Metallrahmen. Samsung hofft, dass die kosmetische Maßnahme genügt, um das Tablet wieder verkaufen zu dürfen.

Für Apple reicht der optische Kniff aber offenbar nicht aus, um eine Verwechslung mit dem iPad auszuschließen. Wie das Foss Patents Blog berichtet, wollen die Apple-Anwälte auch das Galaxy Tab 10.1n aus dem Verkehr ziehen und haben deshalb beim Handelsgericht in Düsseldorf eine neue Klage eingebracht. Die nächste Anhörung zu diesem Fall findet am 22. Dezember statt.

In Australien konnte Samsung unterdessen einen Erfolg feiern: Dort wurde das ursprünglich verhängte Verkaufsverbot gegen das Galaxy Tab in einer Berufungsverhandlung am Mittwoch vorläufig wieder aufgehoben. Eine endgültige Entscheidung soll es hier erst nächstes Jahr geben.

0

Apple-Strategie: Kasse statt Masse

Mit drei iPhone-Modellen sahnt Apple 60% der Gewinne am Smartphone-Markt ab. Samsung hält mit einem Produkt-Overkill dagegen.

Noch ein kleiner Nachtrag zu unserem Bericht über die aktuelle Situation am Smartphone-Markt.

Wie erwähnt, ist Android mit einem Marktanteil von über 50 Prozent derzeit die dominierende Software-Plattform unter den Handys. Apples iOS nimmt sich mit 15% Marktanteil dagegen fast schon bescheiden aus.

Ganz anders sieht die Sache aber aus, wenn man der Frage nachgeht, wer vom Smartphone-Boom am meisten profitiert. Apple schafft es, mit nur drei Modellen – dem iPhone 4S, iPhone 4 und iPhone 3 GS – über 60% der Gewinne im gesamten Smartphone-Sektor einzustreifen.

Vom verbleibenden Gewinnkuchen bekommt Samsung mit 15% noch das größte Stück unter den restlichen Herstellern – muss dafür aber praktisch im Wochenrhythmus ein neues Handy-Modell auf den Markt werfen.

Das US-Blog minimallyminimal.com hat nun die aktuell angebotenen Modelle von Apple jenen von Samsung gegenübergestellt, um den absurd anmutenden Unterschied im Produktportfolio der beiden Hersteller zu illustrieren. Denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Samsung vs. Apple Handys

Quelle: minimallyminimal.com

 

0

Smartphones: Android dominiert, Apple kassiert

Android ist mittlerweile dreimal so groß wie iOS. Egal, denkt man sich bei Apple, denn das Geld wird mit dem iPhone gescheffelt.

Während Apples iOS im 3. Quartal einen geringeren Marktanteil hatte als im Jahresviertel davor, baut Android seine Position als führende Smartphone-Plattform weiter aus.

Das besagt zumindest eine neue Studie des Marktforschers Gartner. Demnach ist das grüne Android-Männchen bereits auf jedem zweiten verkauften Smartphone vertreten. Aktuell gehören 52,6% des globalen Smartphone-Marktes Android, so Gartner.

Smartphone Martkanteile

Grafik: applezeit.com / Quelle: Gartner

 

Apples iOS lag im 3. Quartal mit 15% hinter dem Nokia-System Symbian, das laut Studie noch auf 16,9% Marktanteil kommt. Den Hauptgrund für die Stagnation von iOS sieht Gartner, wie viele andere Marktbeobachter auch, am verspäteten Start des iPhone 4S und den daraus resultierenden schwächeren iPhone-Verkaufszahlen.

Mit steigenden iPhone-Verkäufen im laufenden 4. Quartal könnte die iOS-Plattform wieder Marktanteile zurückerobern, schließen die Studienautoren.

Apple macht das meiste Cash

Aber auch wenn Android seit letztem Jahr die Smartphone-Welt überrollt – den höchsten Profit in diesem Milliardenmarkt macht weiterhin Apple.

Eine vom Fortune-Magazin veröffentlichte Oppenheimer-Studie zu den einzelnen Handset-Herstellern schreibt Apple über 60% der Gewinne zu. Einzig Samsung kann unter den Android-Anbietern bei einer Gewinnspanne von etwa 15% mit der Rentabilität im Smartphone-Geschäft zufrieden sein.

 

Smartphone Gewinne

Grafik: Fortune

 

0

Kritiken zu Kindle Fire: Brauchbar, aber kein iPad-Konkurrent

In den USA geht das nächste Android-Tablet an den Start: Das Kindle Fire von Amazon. Ob es diesmal zum “iPad-Killer” reicht?

Der Online-Händler Amazon hat am Dienstag in den USA mit dem Verkauf seines “Kindle Fire” Tablets begonnen. Wann es in Europa angeboten wird, ist derzeit noch unklar.

Von manchen Kommentatoren wurde das Tablet mit 7-Zoll-Display und Android OS nach seiner Vorstellung vor rund einem Monat als iPad-Herausforderer gesehen. Mittlerweile gibt es die ersten Testberichte für das Kindle Fire und diese fallen recht durchwachsen aus. Hardware, Design und Usability kommen bei weitem nicht an das iPad heran, urteilen die Tester.

Wer aber ein Tablet hauptsächlich zum Abspielen von Videos oder zum Lesen von E-Books braucht, für den könnte das 199 Dollar Preisetikett des Kindle Fire ein überzeugendes Argument sein.

Derzeit kursieren Schätzungen, dass bis Jahresende bis zu 5 Million Kindle Fires verkauft werden könnten. Im Zeitraum 28. September bis 28. Oktober seien schon über 500,000 Geräte vorbestellt worden, behauptet beispielsweise eDataSource-CEO Carter Nicholas.

Zum Vergleich die Verkaufszahlen beim Start des ersten Apple iPad: Am ersten Wochenende wurden 500.000 iPads verkauft. Nach 28 Tagen wurde die Millionengrenze überschritten.

Für jene, die ihre Kaufentscheidung auch von der Hardware-Ausstattung eines Geräts abhängig machen, haben wir eine Auflistung der wichtigsten Merkmale des Kindle Fire im Vergleich zum iPad 2:

 

Kindle vs iPad2

Grafik: applezeit.com

 

0

Aus für mobilen Flash Player

Flash

Bild: applezeit.com

 

Adobe stellt die Entwicklung des Flash Plugin für mobile Plattformen ein. zdnet.com zitiert aus einer internen E-Mail von Adobe:

“Unsere zukünftige Arbeit mit Flash auf mobilen Geräten konzentriert sich darauf, Flash-Entwicklern die Möglichkeit zu geben, native Apps mit Adobe Air für alle wichtigen App Stores umzuwandeln. Wir werden den Flash Player nicht weiter für Browser auf mobilen Geräten, OS Versionen oder Gerätekonfigurationen anpassen. (…) Wir werden die aktuelle Android Version und die PlayBook Konfiguration weiterhin mit kritischen Bug-Fixes und Sicherheits-Updates unterstützen.”

0

iPhone 4S vs. Galaxy Nexus: Ein Vergleich in Zahlen

Für das iPhone 4S stehen die Türen auf dem europäischen Markt seit kurzem offen. Auf das Galaxy Nexus muss man leider noch bis Mitte/Ende November warten.

Was aber nicht heißt, dass man die Topmodelle beider Smartphone-OS-Welten nicht schon jetzt vergleichen kann – zumindest auf dem Papier. Viele Smartphone-Fans stehen jetzt nämlich vor einer großen Entscheidung: “Welches Handy wünsche ich mir/kaufe ich mir zu Weihnachten!?”

Schauen wir uns die wichtigsten Specs der beiden Modelle genauer an:

iPhone 4S vs. Galaxy Nexus

Tabelle: applezeit.com

 

Das sind also so ziemlich die wichtigsten Eigenschaften. Und jetzt?  Jetzt muss jeder für sich entscheiden, was ihm wichtig ist. Brauche ich eine Spracherkennungsassistentin?  Oder ist es mir wichtiger, 512 MB mehr RAM zu haben?

Was man derzeit noch nicht kennt, ist die Akku-Leistung des Galaxy Nexus. Samsung hat sich dazu bisher ausgeschwiegen.

Andererseit ist Siri nicht die Wunderassistentin, auf die wir unser Leben lang gewartet haben. Sie   hat nämlich ein leichtes Hörproblem – sprich, Sie versteht nicht alles, was man ihr sagt. Aber reden kann sie Klasse!

Nun liegt die Entscheidung bei euch. Mich würde interessieren, für welches der beiden Geräte ihr euer Geld ausgeben würdet?

0

Handy-Markt: Apple sackt Hälfte aller Gewinne ein

Die Android-Plattform mag zwar die Dominanz auf dem Smartphone-Markt ausbauen, das meiste Geld unter allen Handy-Herstellern streift aber weiterhin Apple ein. Darauf lassen zwei am Freitag veröffentlichte Marktanalysen schließen.

In der im Forbes Magazin präsentierten Studie schätzt der Marktforscher Canacord Genuity, dass Apple mit dem iPhone im dritten Quartal 52% des Gesamtgewinns der Handset-Industrie für sich verbuchen konnte. Das bei einem Anteil von etwas mehr als 4 Prozent am weltweiten Handymarkt und einem bereits über ein Jahr alten iPhone 4.

Samsung, das Feature Phones und Smartphones kombiniert fünf Mal mehr Geräte verkauft als Apple, konnte im letzten Quartal 29% der Industriegewinne beanspruchen.

Weit schlimmer präsentiert sich die Lage für Marktführer Nokia: Obwohl das finnische Unternehmen im letzten Quartal weltweit über 100 Mio. Handys abgesetzt hat, blieben unter dem Strich nur 4% der Gewinne übrig. HTC (9%), Blackberry-Hersteller RIM (7%) und Sony Ericcson (1%) teilen sich den Rest vom Kuchen.

US-Markt: Android wächst weiter, Apple iOS stabil

Ebenfalls am Freitag veröffentlichte der Marktforscher comScore seine aktuellsten Zahlen über den Handy-Markt in den USA. Auch da zeigt sich, dass der verzögerte Start des iPhone 4S im 3. Quartal keine negativen Auswirkungen auf Apples Marktanteil unter den Handset-Herstellern hatte.

Handy-Markt USA

Bild: comScore

 

Demnach ist das Unternehmen mit dem iPhone 4 und dem iPhone 3 GS um 1,3 Prozentpunkte gewachsen und bleibt mit 10,2% Marktanteil der viertgrößte Handset-Hersteller in den USA. Samsung liegt mit 25,3% weiter an der Spitze vor LG mit 20,6%.

Untersucht wurde in der comScore-Studie auch der reine Smartphone-Markt in den USA, aufgeschlüsselt nach Betriebssystemen.

Hier konnte das Android OS im dritten Quartal um weitere 4,6 Prozentpunkte wachsen und hält nun bei 44,8% Marktanteil. Apples iOS verzeichnete ein leichtes Wachstum von 0,8 Prozenpunkten auf nunmehr 27,4%. BlackBerry/RIM fiel unter die 20%-Marke und liegt derzeit bei 18,9%.

Währenddessen kommt Microsoft mit dem Windows Phone System offenbar nicht vom Fleck. Lag man im 2. Quartal noch bei 5,8% Marktanteil, sind es drei Monate später nur noch 5,6%.

Smartphone-Markt USA

Bild: comScore

 

0

Keine Kopie: Apple verliert Prozess gegen “Pad”-Hersteller

Apple klagt Samsung, Samsung klagt Apple, HTC wird von Apple geklagt und revanchiert sich mit einer Gegenklage.

Über diese und andere Gerichtsscharmützel rund um den Globus zwischen den Big Playern der Elektronikbranche wurde das interessierte Publikum in den letzten Wochen und Monaten ausgiebig informiert.

Wenig Beachtung fand im Vergleich dazu ein weiterer Streit, den Apple seit letztem Jahr in Spanien gerichtlich ausgefochten hatte. Nuevas Tecnologías, ein im Rest der Welt wenig bekannter Hersteller aus Valencia, wollte im Herbst letzten Jahres ein Android-Tablet herausbringen.

Prompt folgte eine Klage von Apple, weil das Design des n-kt Pad, so der Name des Tablets, eine Kopie des iPad sei. Also der gleiche Vorwurf, den Apple auch gegen Samsung wegen des Galaxy Tab erhoben hatte und damit vor deutschen und australischen Gerichten ein Verkaufsverbot gegen das Samsung-Tablet erreichen konnte.

Im Fall der Mini-Firma aus Valencia gab es zunächst auch eine Verkaufssperre für das nt-k Pad, berichtet das Foss Patents Blog. Nun sprach das zuständige spanische Gericht aber das endgültige Urteil – und Apple musste eine Schlappe einstecken.

Nicht nur darf das n-kt, das wohl nur zufällig auch ein “Pad” im Namen hat, verkauft werden, der Hersteller drehte nun auch den Spieß um und reichte seinerseits eine Kartellklage gegen Apple ein. Zudem verlangen die Spanier eine Entschädigung für finanzielle Schäden und entgangene Gewinne durch die Importsperre sowie eine Kompensation für erlittenes “moralisches Leid”.

0

Handy-Markt: iPhone verliert Marktanteile

Der verspätete Start des iPhone 4S wirkte sich im letzten Quartal offenbar auch auf Apples Marktanteil bei den Handy-Verkäufen  aus.

So zeigt sich in den aktuellen Zahlen des Marktforschers IDC, dass Apple im Zeitraum Juli bis September im Ranking der Handy-Hersteller vom 4. auf den 5. Platz abgerutscht ist.

Apple hat nach eigenen Angaben in den Sommermonaten 17,1 Mio. iPhones verkauft. Laut IDC-Berechnung hält Apple damit bei einem Marktanteil von 4,3 Prozent. Überholt wurde Apple vom chinesischen Handset-Hersteller ZTE, der im letzten Quartal einen Marktanteil von 4,9 Prozent erobern konnte.

Nokia verkauft noch immer die meisten Handys

Trotz aller Schwierigkeiten und konzerninternen Umbrüche – vor allem im Smartphone-Bereich – ist Nokia noch immer der weltgrößte Handyhersteller. Die Finnen halten mit knapp 107 Mio. verkauften Handys (Smartphones plus Feauture Phones) derzeit bei einem Marktanteil von 27,1%. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verlor Nokia aber 3,4 Prozentpunkte. Kräftig zulegen konnte Samsung – der südkoreanische Konzern verkaufte im letzten Quartal fast 88 Mio. Handsets und hält nun 22,3%  des Marktes.

Handy Marktanteile

Bild: IDC

 

Verschiedene Quellen haben am Freitag außerdem berichtet, dass die Samsung-Handsets im reinen Smartphone-Bereich das iPhone von der Spitze der Verkaufscharts verdrängt hätten. Samsung selbst hat in seinem Quartalsbericht aber keine Verkaufszahlen genannt, sondern nur berichtet, dass man im letzten Quartal um 40% mehr Smartphones abgesetzt habe als im Vorquartal. (Weshalb auch die Gesamtzahlen von IDC zu Samsung mit Vorsicht zu genießen sind.)

Shipped oder sold? 

Nun kursiert die Zahl von 27 Mio. abgesetzten Samsung-Smartphones durch die Medienlandschaft. Unklar ist aber, ob diese Geräte “sold”, also verkauft und damit in Konsumentenhand sind, oder ob sie “shipped”, das heißt, von Samsung an die Händler ausgeliefert wurden aber teilweise noch in den Läden liegen. Im Gegensatz dazu spricht Apple in seinen Bilanzen immer von “sold” also verkauften iPhones.

0

USA: Android baut Marktanteil weiter aus

40 Prozent der Smartphone-Besitzer in den USA hatten Ende Juni ein Android-Handset, 26,6% telefonierten mit einem iPhone. Von den 234 Millionen US-Bürgern ab 13 Jahren, die ein Handy besitzen, verwenden bereits 78,5 Millionen bzw. 33,5% ein Smartphone.

Die monatlich aktualisierte Studie des Marktforschers comScore zeigt, dass Google mit dem Android OS seinen Marktanteil im Zeitraum März bis Juni um 5,4 Prozentpunkte auf 40,1% vergrößern konnte. Apples iPhone ist in der gleichen Zeit um 1,1 Prozentpunkte auf 26,6% Prozent gewachsen.

Verlierer im Smartphone-Rennen waren BlackBerry-Hersteller RIM das aktuell bei 23,4% Marktanteil hält (-3,7) und Microsoft mit 5,8% (-1,7).

 

Comscore Juni11

Bild: comscore.com

 

 

0

Patentklagen: Samsung stoppt Tablet in Australien

Samsung Galaxy Tab back

Bild: Samsung

 

In der Auseinandersetzung um verletzte Patente, “kopierter” Hardware und  sonstigen unerwünschten Ähnlichkeiten zwischen Apple und Samsung Produkten gibt es eine neue Entwicklung. Schauplatz ist diesmal Australien: Hier verzichtet Samsung (vorerst) freiwillig auf den Start seines Tablets Galaxy Tab 10.1.

Bekanntlich ist dieses Tablet nur eines von mehreren Samsung-Produkten, bei dem Apple einige seiner Patente verletzt sieht. Nun erklärten die Südkoreaner, dass sie ihr Galaxy Tab in Australien solange weder bewerben noch verkaufen werden, solange das Verfahren in Schwebe ist.

Außergerichtlicher Deal

Laut Reuters haben sich die Anwälte beider Seiten außerhalb des Gerichtssaals auf diesen Schritt geeinigt. In der Vereinbarung sei auch festgehalten, dass Apple, sollte Samsung das Verfahren gewinnen, den Südkoreanern eine Entschädigung für entgangene Verkäufe zahlen wird. Über die Höhe der Summe ist nichts bekannt.

Ob die Vereinbarung in Australien ein Präzedenzfall für die weiterhin offenen Verfahren in anderen Ländern ist, bleibt abzuwarten. Der Patentstreit zwischen Apple und Samsung wird derzeit auch vor Gerichten unter anderem in den USA, Deutschland, Frankreich, Japan und Südkorea ausgetragen. Erstaunlich ist jedenfalls, dass sich Samsung, zumindest in Australien, für eines seiner Produkte quasi selbst ein Importverbot auferlegt.

HTC kontert Apple

Auch im zweiten Patentstreit, den Apple gegen einen weiteren Hersteller aus dem Android-Lager anstrengt, tut sich Neues: Der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC hat laut Bloomberg vergangenen Freitag in Großbritannien eine Klage gegen Apple eingereicht. Auf welcher Grundlage die Patentklage basiert, ist noch nicht bekannt.

Vor knapp zwei Wochen musste HTC ja in den USA eine Niederlage einstecken. Die US Handelsbehörde hatte in einer Vorentscheidung zugunsten von Apple entschieden – demnach soll HTC zumindest zwei Patente des iPhone-Herstellers verletzen. Sollte die Behörde an dem Urteil festhalten, droht den Taiwanesen für einige ihrer Handsets ein Einfuhrverbot in die USA.

0

US Smartphone-Markt: Allein gegen alle

Android ist mit 39% Prozent Marktanteil weiterhin die führende Plattform auf dem US Smartphone-Markt, vor Apples iOS mit 28%. Hier bringt die aktuelle Nielsen-Studie nichts, was man in den letzten Monaten nicht auch schon von anderen Marktforschern erfahren hätte.

Nielsen hat in seiner Studie aber auch die Marktverteilung nach Herstellern aufgeschlüsselt. Und da zeigt sich wieder, dass Apple unangefochtener Spitzenreiter ist – das iPhone ist weiterhin das meistverkaufte Smartphone. Den zweiten Platz teilen sich mit jeweils 20% Marktanteil Blackberry-Hersteller RIM und überraschenderweise HTC.

Die Taiwanesen sind in den USA auf zwei Plattformen vertreten – 14% am Smartphone-Markt hält man mit Android-Handys, weitere 6% mit Windows Mobile/WP 7 Handsets. Motorola mit 11% und Samsung mit 8% sind im Android-Lager die beiden nächstgrößten Player.

 

Smartphone Nielsen 06-11

Bild: Nielsen

 

 

0

Patentstreit: HTC hofft auf Einigung mit Apple

HTC Desire

Bild: HTC

HTC hofft im Patentstreit mit Apple offenbar auf eine außergerichtliche Einigung. In einem Interview mit der Agentur Bloomberg sagte HTC-Finanzchef Winston Yung: “Wir müssen uns zusammensetzen und zu einer Lösung kommen. Wir sind für Diskussionen offen.”

Apple hat bekanntlich vor kurzem in einer Vorentscheidung der US-Handelsbehörde bestätigt bekommen, dass HTC zwei seiner Software-Patente verletzt. Im Extremfall könnte über die betroffenen HTC-Handsets eine Importsperre für die USA verhängt werden. Im Gegenzug konnte aber auch HTC einen Erfolg verbuchen: Die selbe US-Behörde gab einer Klage des taiwanesischen Smartphone-Herstellers teilweise Recht und befand, das Apple zwei Patente von HTC verletzt.

“Wir sind für jede Form einer Lösung offen, sofern die Lösung und die Bedingungen fair und vernünftig sind”, erklärte Yung gegenüber Bloomberg. Man habe bereits mehrere Gesprächsrunden mit Apple gehabt, noch bevor die Beschlüsse der Handelsbehörde veröffentlicht wurden, so Yung weiter.

HTC arbeitet an Plan B

Unterdessen berichtet die Branchenplattform DigiTimes, dass Zulieferer von HTC bereits an Lösungen arbeiten, um die beiden von Apple eingeklagten Patente zu umgehen. “Die neuen Lösungen können in alle Smartphones eingebaut werden, die ab 2012 von HTC hergestellt werden”, zitiert der Bericht Quellen aus der Zuliefererkette. Das bedeute, dass die neuen Smartphones, die HTC ab 2012 ausliefere, nicht von der Importsperre betroffen wären, sollte die ITC-Behörde ihren Beschluss aufrechterhalten.

“Das Team in der HTC-Zuliefererkette hat bereits eine erfolgreiche Lösung zur Umgehung eines der beiden betroffenen Patente entwickelt und arbeitet an einer weiteren Lösung, welche aber noch durch Software und Firmware-Entwicklern modifiziert werden muss”, schließt der Bericht.

0

Etappensieg für Apple gegen HTC

HTC Desire

Bild: HTC

Apple erringt im Patenstreit gegen HTC einen ersten Teilerfolg: Ein Richter der US-Handelsbehörde ITC sieht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil zwei Apple-Patente durch den taiwanesischen Smartphone-Hersteller verletzt.

Sollte die erweiterte ITC-Kommission das Urteil bestätigen, droht dem Unternehmen eine Importsperre seiner Handsets in die USA. Ein Sprecher von HTC hat bereits angekündigt, dass das Unternehmen die Entscheidung bekämpfen wird.

Die beiden Patente sind Teil einer größeren Klage, die Apple gegen HTC anstrengt. Die ersten Klagen hatte der iPhone-Hersteller bereits vor über einem Jahr eingebracht. Vor wenigen Tagen legte Apple dann mit weiteren Klagen gegen HTC nach.

Android im Visier

Nach Ansicht des Blogs FossPatents könnten die beiden Software-Patente nicht nur HTC, sondern die Android-Plattform als Ganzes gefährden. Demnach würde der Code den Kern von Android betreffen und somit auch andere Hersteller, deren Smartphones auf Android basieren, in Gefahr bringen. Hersteller wie zum Beispiel Motorola wären dann ebenfalls von einem Importverbot bedroht, sollten sie den betreffenden Code nicht ändern.

Fraglich ist aber, ob Apple – falls die ITC-Kommission das Urteil gegen HTC nicht kippt – tatsächlich zum Äußersten geht und auf einem Importverbot besteht, oder man sich mit HTC und den anderen Android-Kunden auf Lizenzzahlungen einigt. Ein Importverbot würde die Hersteller finanziell wohl empfindlicher treffen, Apple sähe sich aber mit heftiger Kritik durch Medien und Konsumenten konfrontiert.